Grundlagen zur Ladungssicherung

Rechtliche Grundlagen

§ 22 StVO (Straßenverkehrs-Ordnung)

(1) Die Ladung einschließlich Geräte zur Ladungssicherung sowie Ladeeinrichtungen sind so zu verstauen und zu sichern, dass sie selbst bei Vollbremsung oder plötzlicher Ausweichbewegung nicht verrutschen, umfallen, hin- und herrollen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen können. Dabei sind die anerkannten Regeln der Technik zu beachten.

§ 22 (1) BGV D 29 (UVV) Fahrzeugaufbauten, Aufbauteile, Einrichtungen und Hilfsmittel zur Ladungssicherung

Fahrzeugaufbauten müssen so beschaffen ein, dass bei bestimmungsgemäßer Verwendung des Fahrzeugs die Ladung gegen Verrutschen, Verrollen, Umfallen, Herabfallen gesichert ist oder werden kann. Ist eine Ladungssicherung durch den Fahrzeugaufbau allein nicht gewährleistet, müssen Hilfsmittel zur Ladungssicherung vorhanden sein.

§ 23 StVO (Straßenverkehrs-Ordnung)

(1) Wer ein Fahrzeug führt, ist dafür verantwortlich, dass seine Sicht und das Gehör nicht durch die Besetzung, Tiere, die Ladung, Geräte oder den Zustand des Fahrzeugs beeinträchtigt werden. Wer ein Fahrzeug führt, hat zudem dafür zu sorgen, dass das Fahrzeug, der Zug, das Gespann sowie die Ladung und die Besetzung vorschriftsmäßig sind und dass die Verkehrssicherheit des Fahrzeugs durch die Ladung
oder die Besetzung nicht leidet.

Als zertifiziertes Ladungssicherungsunternehmen stehen wir in direktem Kontakt mit den bekannten, landesweiten Organen für Verkehrskontrollen. Dieser Informationsaustausch und die rechtlichen sowie technischen Grundlagen bilden die Basis für unsere Arbeit und ermöglichen uns immer auf dem neusten Stand der Technik zu sein.

Übersicht von Normen und Richtlinien

Physikalische Grundlagen

Gewichtskraft G

Die Gewichtskraft G eines Körpers ist die Anziehungskraft, die auf seine Masse wirkt.
Sie wird errechnet aus der Masse (m) des Körpers (kg) und der Erdbeschleunigung g (? 9,81m/s)

Maßeinheit der Gewichtskraft ist Newton (N). Bei der Ladungssicherung verwendet man daN (Deka-Newton)



Bei normalem Fahrbetrieb wirken folgende Kräfte auf die Ladung des Fahrzeuges ein:

A: Bremsverzögerung 0,8 g entspricht 80% des Ladungsgewichtes
B: Statische Gewichtskraft 1 g
C: Anfahrvorgang 0,5 g entspricht 50% des Ladungsgewichtes
D: Kurvenfahrt 0,5 g entspricht 50% des Ladungsgewichtes



Lastverteilplan

A: Begrenzung durch zulässige Vorderachslast
B: Begrenzung durch zulässiges Gesamtgewicht
C: Begrenzung durch zulässige Hinterachslast
D: Begrenzung durch sichere Lenkbarkeit

Mit Hilfe des Lastverteilplans kann die Druckverteilung auf der Ladefläche fahrzeugspezifisch optimiert werden. Die im Lastverteilplan angegebenen Werte des Drucks auf Vorder- und Hinterachse sollten nicht überschritten werden. Bei Überlastungen und Ungleich gewichten können technische und fahrdynamische Probleme auftreten.

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